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Etwas mehr Weitsicht, bitte.

Veröffentlicht am 30. Juni 2015

Ein offener Brief an sämtliche Parteien im Stadtrat, die Gemeinderäte, das Tiefbauamt, die Direktion TVS und eine Fachstelle.

Liebe Parteipräsidentinnen & Parteipräsidenten, Generalsekretärinnen & Generalsekretäre, Fraktionspräsidentinnen und Fraktionspräsidenten, Stadträtinnen & Stadträte, Gemeinderätinnen & Gemeinderäte, Leiterinnen & Leiter von Ämtern und Fachstellen, sehr geehrte Damen und Herren

Gestern war den Zeitungen zu entnehmen, dass die Stadt Bern aufgrund des schweizerischen Behindertengleichstellungsgesetzes bis 2023 für geschätzte 26 Millionen Franken sämtliche öV-Haltestellen für Menschen mit Behinderung hindernisfrei gestalten muss.

Gemeinderätin Franziska Teuscher meinte in besagten Berichten, dass man in Bern dank der „Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ künftig keinen zweiten Fall Bärenpark mehr erleben werde. Dort investiert man wenige Jahre nach der Fertigstellung bereits wieder Millionen, um ihn hindernisfrei auszubauen.

Doch genau ein solcher Fall ist wieder eingetroffen. Dagegen, dass öV-Haltestellen hindernisfrei gestaltet werden, ist nichts einzuwenden. Im Gegenteil, wir begrüssen, dass ein besonderes Augenmerk auf Menschen mit Behinderung gelegt wird. Stossend ist jedoch, dass viele dieser Haltstellen erst kürzlich erstellt oder umgebaut wurden. Man denke an die Haltestellen, welche früher eine Nische hatten und nun (um den Autoverkehr zu bremsen) in die Fahrspuren integriert wurden. Oder an den Bahnhofplatz. Oder an die Linie 7. Oder an die Linie 8.

Zwar gibt es die „Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ erst seit 2010. Jedoch sind Menschen mit Behinderung nicht erst seit damals ein Teil unserer Gesellschaft. Einmal mehr wurden hier wenig durchdachte Projekte umgesetzt, die für viel Geld nachgebessert werden müssen.

Weitsicht ist keine Sehschwäche, meine Damen und Herren. Um sich bereits zu Beginn Gedanken um unsere körperlich behinderten Mitmenschen zu machen, braucht es nicht Fachstellen, sondern bloss gesunden Menschenverstand. Wir appellieren an Sie, diesen bei künftigen Projekten vermehrt walten zu lassen und nicht mit Weitsichtigkeit zu handeln. Dadurch liessen sich etliche Millionen sparen, für welche sich bestimmt bessere Verwendungszwecke finden lassen würden.

Besten Dank für Ihre Kenntnisnahme. Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

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Präsident jungfreisinnige stadt bern
076 482 40 48

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Vize-Präsident jungfreisinnige stadt bern
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